lsblk 🇩🇪 steht für "list block devices" und dient dazu, verfügbare Block devices in Baumdarstellung aufzulisten und Informationen zu diesen anzuzeigen. Es liest hierzu das sysfs-Dateisystem ein. Es ist vergleichbar mit blkid, welches aber nur für Geräte funktioniert, auf denen eine gültige Partitionstabelle existiert. lsblk hingegen listet auch Geräte auf, wenn diese über keine gültige Partitionstabelle verfügen. Installation lsblk ist im Paket util-linux enthalten, das auf jedem Ubuntu-System vorinstalliert ist. Benutzung Das Programm ist eine Kommandozeilenanwendung, die im Terminal [1] aufgerufen wird: sudo lsblk OPTIONEN oder sudo lsblk OPTIONEN GERÄT Obwohl lsblk auch ohne Root-Rechte [2] ausgeführt werden kann, ist es sinnvoll, es mit diesen auszuführen, da bestimmte Optionen von lsblk nicht ohne Root-Rechte funktionieren. Optionen Option Beschreibung -a, --all Liste alle verfügbaren Blockgeräte auf (bezieht z.B. Geräte wie /dev/loopX mit ein, die sonst ignoriert werden). -b, --bytes Größenangabe in Bytes. -d, --nodeps Liefere keine Informationen über device holders oder slaves. Konkret bedeutet dies, dass beim Aufruf von "lsblk -d /dev/sdX" nur /dev/sdX beschrieben wird, aber keine Partitionen von /dev/sdX. -D, --discard Liefere Angaben zu den discard-Fähigkeiten wie TRIM und UNMAP des Geräts (bei SSDs). -e, --exclude Schließe Geräte nach einer kommagetrennten Liste von major device numbers aus. -f, --fs Gib Dateisysteminformationen aus. Diese werden von blkid bereitgestellt. -h, --help Schreibt einen Hilfetext auf die Konsole. -i, --ascii Verwende nur ASCII-Zeichen für die Baumdarstellung. -m, --perms Zeige Informationen über Geräteeigentümer, Gruppe und Modus. -l, --list Ausgabe im Listenformat. -n, --noheadings Schreibe keine Kopfzeile. -o, --output LISTENTYP Diese Option wird mit einer kommagetrennten Liste von Attributen (LISTENTYP) aufgerufen, welche angezeigt werden sollen. Mögliche Attribute finden sich im entsprechenden Abschnitt dieses Artikels. -p, --pairs Verwende ein attribut="WERT"-Format für die Ausgabe. -r, --raw Ausgabe weitestgehend unformatiert. -t, --topology Informiere über die Gerätetopologie. Spezialfall -o, --output LISTENTYP In der Tabelle sind einige interessante Attribute aufgeführt, ein vollständige Liste erhält man jedoch mittels lsblk --help im Terminal. mögliche Attribute Attribut Bedeutung Attribut Bedeutung NAME Gerätename KNAME interner Gerätename des Kernels MAJ:MIN major:minor Gerätenummer FSTYPE Dateisystemtyp MOUNTPOINT Einhängepunkt LABEL LABEL des Dateisystems UUID UUID des Dateisystems RO nur-lesbares Gerät (1 für zutreffend, ansonsten 0) RM entfernbares Gerät/Wechselmedium (1 für zutreffend, ansonsten 0) MODEL Modellbezeichnung SIZE Größe des Geräts STATE Zustand OWNER Benutzername des Geräteeigentümers GROUP Gruppenname der Geräteeigentümergruppe MODE Dateirechte der Gerätedatei ALIGNMENT Versatz des Alignments MIN-IO minimale I/O Größe OPT-IO optimale I/O Größe PHY-SEC physikalische Sektorgröße LOG-SEC logische Sektorgröße ROTA rotierendes Gerät SCHED Name des I/O schedulers RQ-SIZE Länge der Warteschlange TYPE Gerätetyp DISC-ALN discard alignment offset DISC-GRAN discard granularity DISC-MAX discard max bytes DISC-ZERO discard zeroes data Beispiele Die Ausgabe sieht z.B. so aus: lsblk NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT sda 8:0 0 232.9G 0 disk ├─sda1 8:1 0 10G 0 part / ├─sda2 8:2 0 208.1G 0 part /home/han/daten └─sda3 8:3 0 14.8G 0 part sr0 11:0 1 1024M 0 rom Nützlich ist oft auch die Auflistung der Dateisysteme statt der Blockgeräte, z.B. hier mit der alternativen Formatierung als Liste: lsblk --list --fs lsblk -lf NAME FSTYPE LABEL UUID FSAVAIL FSUSE% MOUNTPOINT sda sda1 vfat HP_TOOLS 6657-FFE9 sda2 swap Aussenlager b09bd626-6c8d-4909-8978-da789ff3b13c [SWAP] sda3 ext4 Bionic Beaver 626b77d3-68aa-438e-8706-2570727f7aff sda4 ext4 home/klaus 5567a752-38f9-4b85-9876-fc7a94344436 sda5 ext4 Datengrab b0504735-4d80-40f5-af2e-1fc5183264ed sda6 ext4 Focal Fossa ff287672-4f21-4a44-b21d-076a6acb2ee3 6,1G 56% / sda7 ntfs W7 454D6A00638B9E19 Zeige alle für den gewöhnlichen Benutzer/Admin interessanten Attribute: lsblk -o NAME,FSTYPE,UUID,RO,RM,SIZE,STATE,OWNER,GROUP,MODE,TYPE,MOUNTPOINT,LABEL,MODEL NAME,FSTYPE,UUID,RO,RM,SIZE,STATE,OWNER,GROUP,MODE,TYPE,MOUNTPOINT,LABEL,MODEL NAME FSTYPE UUID RO RM SIZE STATE OWNER GROUP MODE TYPE MOUNTPOINT LABEL MODEL sda 0 0 232.9G running root disk brw-rw---T disk SAMSUNG HM250HI ├─sda1 ext4 fb047b9a-55b7-48fb-8c09-05d673d1e17c 0 0 10G root disk brw-rw---T part / MillenniumFalcon ├─sda2 ext4 af90a6a2-dce4-4c33-a972-c2655aceb0f9 0 0 208.1G root disk brw-rw---T part /home/han/date daten └─sda3 hfsplus 5053d332-3e8e-3189-865c-697c1b2dc298 0 0 14.8G root disk brw-rw---T part Hackintosh sr0 0 1 1024M running root cdrom brw-rw---T rom DVD+-RW AD-7700H Ausgabe auf einem System mit komplexerem Speicher-Setup: lsblk vergrößern NAME MAJ:MIN RA SIZE RO MOUNTPOINT sda 8:0 0 93.2G 0 ├─sda1 8:1 0 102M 0 /mnt/test ├─sda2 8:2 0 1K 0 ├─sda3 8:3 0 2.3G 0 [SWAP] ├─sda4 8:4 0 76.2G 0 / ├─sda5 8:5 0 10G 0 │ └─kzak-home (dm-0) 253:0 0 10G 0 /home/kzak └─sda6 8:6 0 4.7G 0 /boot sdc 8:32 0 500M 0 ├─sdc1 8:33 0 250M 0 │ └─md8 9:8 0 498.9M 0 │ ├─md8p1 259:0 0 100M 0 │ ├─md8p2 259:1 0 100M 0 │ └─md8p3 259:2 0 297.9M 0 └─sdc2 8:34 0 249M 0 └─md8 9:8 0 498.9M 0 ├─md8p1 259:0 0 100M 0 ├─md8p2 259:1 0 100M 0 └─md8p3 259:2 0 297.9M 0 In der Ausgabe erscheinen alle Blockgeräte und somit auch die per loop-Devices eingebundenen snap-Programme. Diese kann man durch Angabe der gewünschten Geräte ausfiltern und somit z.B. die Ausgabe auf alle Festplatten einschränken: lsblk --list --fs /dev/sd? lsblk -lf /dev/sd? Wenn man z.B. für die Verwendung in einem Skript nur eine einzelne Eigenschaft eines Blockgerätes benötigt, kann man diese nach diesem Muster einzeln abfragen: lsblk -dno MODEL /dev/sda Hitachi_HTS727550A9E364